Mein Garten ist Bio: Was hinter diesem Schild steckt...

Das Biogartenschuld aus Ton

...ist mehr als eine Idee. Es ist ein Idealismus, der im Schneeballprinzip von Mensch zu Mensch rollen soll. Wer dieses Schild aufstellt stellt sich voll hinter die Ideale des biologischen bzw. ökologischen Garten- und Landbaus und wendet sie auch praktisch im eigenen Garten an.

Professinelle Biolandwirte und Biogärtner lassen sich anhand der international festgelegten Richtlinien des Biolandbaus kontrollieren und zertifizieren. Im Hobbybereich gibt es keine Kontrollen und kein Bio-Zertifikat. Wir entscheiden selbst wie unser Gemüse im eigenen Garten angebaut und behandelt wird.Doch gerade in vielen privaten Gärten kommen bewusst oder unbewusst oft auch Mittel und Verfahren zum Einsatz, die im Biolandbau streng untersagt sind, teils aus Unwissenheit oder auch Sorglosigkeit.

Setzen Sie deshalb in Ihren Bio-Garten mit dem Schild ein Zeichen und geben Sie den Besuchern kund, dass Sie konsequent denken und handeln und nach den Bio-Vorschriften Ihren Garten bewirtschaften. Durch dieses Schild werden auch andere Gärtner darauf aufmerksam gemacht und sensibilisiert: Auch und gerade im Hausgarten sollten wir auf umweltfreundliches, nachhaltiges und ökologisches Handeln achten!

Sie bekunden mit dem Schild nicht nur eine Meinung FÜR oder GEGEN etwas, Sie zeigen vielmehr, dass Sie auch Taten folgen lassen und selbst konsequent handeln. Gärtnerisches handeln mit Naturgesetzen in Einklang zu bringen, um ein möglichst stabiles ökologisches Gleichgewicht zwischen allen Tieren und Pflanzen im Garten zu erreichen und zu erhalten ist das Ziel.

Wenn Sie sich also das Schild in Ihren Garten aufstellen wollen, stellen Sie sicher, dass Sie auch tatsächlich ökologisch-korrekt Ihren Garten bearbeiten. Sie werden durch das Schild auch bestimmt Anlaufstelle sein, für aufkommende Fragen, was es mit einem Bio-Garten auf sich hat.

Das Grundwissen

kann man natürlich auch im Internet einsehen, dort stehen die Richtlilien des Ökolandbaus auf den Internetseiten der Bioverbände. Sicher kennen Sie ja auch schon Biogärtner, bei denen Sie Pflanzen oder Saatgut gekauft haben, dort gibt es auch Kurse und Seminare zum Ökologischen Anbau, die Sie zum Biogartenprofi machen. Die wichtigsten Regeln hier in Kürze:

Der Einsatz aller chemisch synthetischen Pflanzenschutzmittel sowie synthetischer Dünger ist nicht erlaubt. Erlaubt sind z. B. natürliche Mittel wie Seifen und Pflanzenextrakte und Gesteinsmehle. Das Ziel des Biogärtnerns ist es, durch standortgerechte Pflanzung die Widerstandskräfte der Pflanzen zu stärken. Krankheiten werden durch Fruchtwechsel vorgebeugt und natürliche Schädlingsabwehr durch Sortenwahl und Mischkultur erzielt. Falls Sie etwas benutzen oder benutzen wollen bei dem Sie unsicher sind: erkundigen Sie sich, ob das Mittel für den Ökolandbau zulässig ist. Grundsätzlich unzulässig sind Unkrautvernichtungsmittel. Diese zählen mit zu den schlimmsten Umweltgiften. Die Kultur von gentechnisch modifizierten Pflanzen ist unzulässig.

Ohne einen gesunden Boden, ist kein Wachstum denkbar. Dem Boden widmet der Biogärtner besondere Aufmerksamkeit. Was in jeder Form begrüssenswert ist und gefördert werden sollte, ist jegliche Form von Humuswirtschaft. Gründüngungspflanzen, der eigene Kompost, Kompostwurmkulturen, Mulchen mit organischer Substanz, der Einsatz von Mikroorganismenkulturen und dynamischen Präparaten helfen der Natur sich selbst zu helfen und fördern die Bodenfruchtbarkeit. Als Biogärtner helfen Sie mit, unsere natürlichen Lebensgrundlagen und unsere Umwelt zu schützen. Doch Bio ist mehr als nur weglassen von Chemie. Es gilt auch weiter zu denken.

Überlegen sie täglich, was Sie noch ökologischer tun können.Egal ob Sie einen reinen Ziergarten, einen Naturgarten oder einen Gemüsegarten haben, selbst Balkongärtner: Jeder kann seiner Umwelt helfen. Gärten sind umfriedete Räume vorrangig für den menschlichen Nutzen. Doch die gärtnerische Gestaltung und Pflege kann im Einklang mit der Natur erfolgen und ihr auch Lebensräume bieten. Die Devise heißt: hier handeln und nicht jammern und auf Gesetze zum Umweltschutz warten!

Werden Sie zum Biobotschafter im Wurzelnetzwerk!

Die Organisation Wurzelnetz wurde 2013 von Biogärtnern und Unternehmen im Biogartenbereich gegründet. Alle Mitglieder sind nach Biorichtlinien zertifiziert oder verkaufen Produkte welche für diese kulturweise zulässig sind. Unser Ziel ist es nicht nur als Gärtner zusammenzuarbeiten, sondern als Netzwerk auch Verbindungen zu allen Menschen zu schaffen, die biologisch-organisch wirtschaften möchten.

Machen Sie mit, werden Sie als private Gärtner oder Gärtnerin Mitglied im Wurzelnetzwerk und tragen Sie den Biogedanken weiter. Wichtig ist uns der stetige Austausch und das zusammenarbeiten.

Tue Gutes und rede darüber gilt für den Biogärtner, der von seiner Arbeit leben muss.

Tue gutes und sag anderen, dass Sie das auch können, gilt für alle biologisch gärtnernden.

Argumentationshilfen für Biogärtner

  • Man kommt weder selbst, noch Kinder oder Haustiere in Kontakt mit Gartenchemikalien.

  • Umwelt und Grundwasser werden nicht chemisch belastet. Die größten Schäden der Chemie werden indirekt spürbar: teure Wasseraufbereitung, belastete Wildtiere, verarmte Flora, bis hin zu erhöhten Krebsraten und vermehrten Allergien gehen auf das Konto der menschlichen Chemieeinsatzes auch im Garten und Feld. Vermeiden ist hier der beste Schutz.

  • Angepasste und robuste Pflanzen sind gerade im Bio-Anbau notwendig. Eine Hoch-Ertragssorte, wie z.B. eine Hybridsorte ist oft auf einen hohen Input von Dünger und Pflanzenschutzmitteln angewiesen, um überhaupt gesund zu bleiben. Der Bio-Gärtner setzt stattdessen auf klimaangepasste Sorten, die auch bei ungünstigeren Bedingungen gut gedeihen, gesund bleiben und die am besten unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus gezüchtet wurden.

  • Biologische Kultur ist Klimaschutz. Humuswirtschaft und verringerte Importe vermeiden unnötige Klimabelastungen durch synthetische Dünger und Transporte vieler Art.Ein Humusreicher Boden speichert sogar Kohlendioxid statt es freizusetzen wie viele synthetische Dünger

Selbstverpflichtung

Mit dem aufstellen des Biogarten-Schildes erläre ich mich bereit folgende Grundsätze einzuhalten:

  • Mein gärtnerisches Handeln hat stets das Ziel ein ökologische Gleichgewicht zu erreichen ich betreibe Fruchtwechsel, Mischkulturen und setze Nisthilfen für Vögel und Insekten ein. Ich fördere die biologische Vielfalt durch naturfreundliche Gartengestaltung z. B. mit Elementen wie Trockenmauern und Naturteichen sowie mit einheimischen Pflanzen.

  • Auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln sowie Herbiziden verzichte ich. Gentechnisch modifizierte Pflanzen werden nicht angepflanzt.

  • Düngung erfolgt durch organische Substanzen wie Mulch, Kompost, Mist und durch Einsatz von Mikrobenpräparaten und biologisch-dynamischer Präparate

  • zusätzliche Schädlingsbekämpfung erfolgt nur durch Nützlinge und biologische Substanzen sowie mechanisch z. B.mit Leimringen oder absammeln.


Wir wünschen Ihnen viel Freude an ihrem Biogarten, reichhaltige Erfahrungen und diese speziellen Glücksgefühle, die wohl nur Biogärtner kennen.


Das Wurzelnetzwerk www.wurzel.net

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24.02.2014 Die ersten Mitgliedsbetriebe sind unter Bezugsquellen gelistet.

20.01.2014 Demoversion der Webseite V1 geht online


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Forum

Bei Fachfragen empfehlen wir folgende Gartenforen oder lassen Sie sich von ihrem Biogärtner vor Ort beraten.

forum.planten.de


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