Was du ererbt hast von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen- Eine Erklärung

open source schon mal gehört? Stimmt, das sind doch Computerprogramme, die man kostenlos bekommen kann. Uns selbst hat es schon öfter gewundert, daß es einerseits Firmen gibt wie Microsoft und Apple, die aus Computerprogrammen Riesengeschäfte machen, und andererseits Menschen wie Linus Torvalds, die Programme verschenken, nur mit der Bedingung, das man Sie auch wieder gratis weitergibt, wenn man sie weiterentwickelt. Bei näherem Nachdenken stellt man fest, das unsere Menschenwelt eben doch nicht nur auf Geschäft und Profit beruht. Wir alle brauchen gemeinschaftliche Nutzungen wie Strassen und Stromkabel. Natürliche Ressourcen wie Wasser, die lebensnotwendig sind müssen erschlossen und sinnvoll genutzt werden. Klar, die Kosten, welche bei der Erschliessung entstehen legt man um. Aber unbestritten funktioniert das am besten über gemeinschaftliche Organisation und Gebührenverwaltung, so entsteht ein Staat, und das ist sinnvoll, die Schweiz ist so entstanden: Eidgenossen verwalten die Gemeingüter, anstatt das profitorientierten Unternehmen oder Potentaten zu überlassen. Alle können so günstig oder gar gratis wichtige Ressourcen erschliessen und nutzen. Im Mittelalter gab es oft Allmenden, Weiden, die von allen Dorfbewohnern genutzt wurde. Die Nutzung funktionierte aber nur, wenn klare Regeln eingeführt waren, wenn alle statt freier Nutzung nur Freibier wollten wurde die Wiese überweidet und wurde wertlos. Oder noch schlimmer: Spekulationsopfer. Die gab es nämlich schon früher, wie ein Spruch aus dem 17. Jahrhundert zeigt:

Das Gesetz bestraft die Männer und die Fraun, die der Allmende Gänse klaun. Doch dem noch viel grössren Schurken es erlaubt, daß der Gans er die Allmende raubt.

Wenn man diese Überlegungen weiter führt, stösst man nach dem Trinkwasser, den Bodenschätzen und dem Ackerboden auf eines der allerwichtigsten Gemeingüter: Pflanzen und Tiere. Nur durch die Nutzung dieser Naturgegebenheiten kann sich der Mensch ernähren und Leben. Nur auf ihrer Grundlage haben sich Kulturen entwickelt.

Generationen von Menschengeschlechtern haben selektiert, gezüchtet und weiterentwickelt und Ihnen haben wir unsere heutigen Kulturpflanzen zu verdanken. Und immer wieder versuchen sich Menschen diese anzueignen. Ein wichtiger Punkt zeigt sich aber in unserer Gesetzgebung: Aktuell gibt es kein Patent auf Lebewesen. Für Pflanzen gibt es den Sortenschutz. Während oft z. B. In Amerika Firmen Patente auf Pflanzen oder Tiere bekommen und deren Nutzung und Weiterzüchtung nur noch in Firmenhand liegt, erlaubt der Sortenschutz zwar Nutzungsrechte und zeitweilig Lizenzen zu kassieren, die Weiterzüchtung aber bleibt allen Menschen erlaubt. Nur gerecht, denn diese Firmen haben ihr Zuchtmaterial ja auch von vorherigen Züchtern gratis bekommen. Dennoch ist es Tatsache, dass es immer weniger mächtige Firmen gibt, die mit ihren Geschäften immer mehr Marktmacht bekommen, während kleine Züchter unbekannt bleiben und Ihnen Mittel und Geld fehlt ihre Arbeit weiter zu forcieren. Ganz tragisch ist das in der Nahrungsmittelkultur. Vielfalt und Genressourcen werden allenfalls in Genbanken erhalten, in der Welt und auf dem Feld gewinnt die uniforme Industriepflanze die Oberhand: maschinenkompatibel und gewinnbringend.

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24.02.2014 Die ersten Mitgliedsbetriebe sind unter Bezugsquellen gelistet.

20.01.2014 Demoversion der Webseite V1 geht online


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